Wahnsinn 2014

Workshop 2014

2001-2019

2001: Gentechnologie
2002: Bewusstsein
2003: Visionen
2004: Globalisierung
2005: Demographie
2006: Wachstum
2007: Ernährung
2008: Zeit
2009: Energie
2010: Kommunikation
2011: Wasser
2012: Maschinen
2013: Architektur
2014: Wahnsinn
2015: Glück
2017: Sicherheit
2018: Licht
2019: Zukunft




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Einleitung

Das Thema des Workshops lautet in diesem Jahr „Wahnsinn“ - Tollheit, Narretei, Tobsucht, Wahnwitz und Manie. Begriffe wie diese werden in unterschiedlicher Bedeutung für unterschiedliche Phänomene gebraucht und schließen zudem eine ganze Bandbreite an Themen ein. Das lässt Platz für spannende Interpretationen. Von der philosophischen Bestimmung als Beeinträchtigung oder Fehlfunktion des Verstandes, über die medizinische Definition, die sowohl psychologische, psychosomatische Auffälligkeiten wie Hysterie, neurologische Erkrankungen wie Epilepsie aber auch Störungen der Seele wie etwa Depressionen einschließt bis hin zur kulturgeschichtlich einflussreichen Deutung des Wahnsinns als Bedingung für das Genie ist alles dabei. Auch in seiner politischen Bedeutung ist Wahnsinn interessant, wird er doch definiert als Abweichung von Normen, die in der Regel konventionell festgelegt und in jeder Epoche neu ausgelotet werden. Interessant ist auch der Umgang mit „wahnsinnigen“ Individuen. Während sie in bürgerlich geprägten Epochen hospitalisiert und weggesperrt werden – in sogenannten Tollhäuser oder auf Narrenschiffen – kannte man in der Antike auch den „wahnsinnigen“ Seher, der die Grenzen gewöhnlicher Erfahrung überschreiten konnte. Die positive Verwendung von „Wahnsinn“ als Beschreibung extremer, intensiver und die Einbildungskraft übersteigender Zustände wirkt noch heute in unserer Sprache nach, wenn wir zum Beispiel ausrufen: „Das ist ja wahnsinnig! Toll!“ Im alltäglichen Wahnsinn, der uns jeden Tag begegnet, sind es nicht in erster Linie die Individuen, sondern vielmehr Institutionen und gesellschaftliche Regeln und Vorschriften, die uns als sinnentleert, ja wahnsinnig erscheinen. Der Wahnsinn hat Methode! In diesem Sinne freuen wir uns auf viele verschiedene Interpretationen und gelebte Formen des Wahnsinns in Mödlareuth.

Für die Vorträge steht uns ein Seminarraum im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth zur Verfügung. Ergänzt wird der Workshop um eine Führungen durch die Grenzarchitektur des historischen Ortes.

Am Sonntag ist ein gemeinsamer Ausflug geplant.

Andrea, Heidi, Kai, Sybe und Frank.

Datum: 13. - 15. Juni 2014

Ort: Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, Mödlareuth 13, 95183 Töpen
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WWW: http://littleberlin.de

Anreise: mit Auto und/ oder Bahn. Koordination von Fahrgemeinschaften über login.

Weitere Informationen: Frank S. Zollmann (frank.zollmann at e-gene.de)

Anmeldung: => on-line Registrierung


Preis: 20 Euro Anmeldegebühr pro Erwachsenen. 

Übernachtung im ca. 4 km entfernten 07927 Hirschberg im Hotel Kleeblatt (Gartenstr. 1 - DZ/Frühstück 60 Euro; EZ/Frühstück 40 Euro) bzw.  Gasthaus Juchhöh (Juchhöh 61 - DZ/Frühstück 45 Euro - insb. für Familien mit Kindern). Grillabend (Freitag): Erwachsene 10 Euro, Kinder ab 3 Jahre 6 Euro. 

Wir weisen darauf hin, dass bei einer Absage nach dem 27. März i.H.v. 50,00% des Übernachtungsentgeltes, bei Absage am Tag der Anreise selber bzw. bei Nichterscheinen des Teilnehmers (No Show) 80% des Entgeltes zu zahlen sind.

Das Bild basiert auf dem Bild Mödlareuh - open air museum gate.jpg von Jarba

Organisatoren

Kai Garlipp
Andrea Lailach-Hennrich
Sybe Rispens
Heidi Trzenschik
Frank S. Zollmann